Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Deutsches Historisches Museum – Zeughaus

Deutsches Museum Foyer
Status

offen

Veröffentlichung

Abgabefrist:

10. Juni 2026

06.08.2026 14:00 Uhr

Preisgericht

03. September 2026

Informationen zum Wettbewerb
Anlass und Ziel des Wettbewerbs:

Das 300 Jahre alte Zeughaus ist der bedeutendste erhaltene Barockbau in Berlin und zugleich das älteste Gebäude an der Straße Unter den Linden. Vier Architekten waren für seine Entstehung von 1695 bis zur endgültigen Nutzung 1729 verantwortlich: Johann Arnold Nering, Martin Grünberg, Andreas Schlüter und Jean de Bodt. Berühmt ist das Zeughaus unter anderem aufgrund der hohen Qualität seiner bildhauerischen Arbeiten. Am bekanntesten sind die als „Masken“ gestalteten 22 Schlusssteine, die Andreas Schlüter für den Innenhof schuf.

Das Gebäude diente bis 1878 als Arsenal der Preußischen Armee. Danach war es Museum der Preußischen Geschichte mit einer bedeutenden militärhistorischen Sammlung, das in der Weimarer Republik den Preußischen Kunstsammlungen angegliedert wurde. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde das Zeughaus von 1948 bis 1965 als „Museum für Deutsche Geschichte“ wiederaufgebaut. Das Museum und seine Bestände wurden nach der Vereinigung Deutschland 1989 vom Deutschen Historischen Museum (DHM) übernommen.

Das aktuelle Gesamtprojekt Deutsches Historisches Museum – IT-Erneuerung und Modernisierung fasst eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen des DHM sowie die Erneuerung bzw. Modernisierung und Erweiterung liegenschaftsübergreifender Sicherheitstechnik zu einer Baumaßnahme zusammen. Dabei wird mit der Ausführung der Maßnahmen im Zeughaus begonnen, das Ausstellungsgebäude und des Pei-Baus werden folgen.

Im Rahmen der Bauausführung im Zeughaus und im Vorgriff auf die anschließenden Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im „Pei-Bau“ und im Verwaltungsgebäude soll Kunst am Bau realisiert werden. Die Kunst am Bau soll inspiriert werden von den Aufgaben des Deutschen Historischen Museums, ausgewählter Exponate und/oder der Geschichte des Zeughauses und des Ortes selbst.

Es soll eine konzeptionelle Arbeit, die entsprechend des Standorts im Foyer Unter den Linden resp. der beiden optional zusätzlichen Standorte als Skulptur, Plastik, Installation (ohne elektronische Medien), Wand- oder Bodenarbeit entstehen. Je nach künstlerischem Konzept kann die Arbeit ein- oder mehrteilig sein.

Die Aufgabe:

Im Gebäude Zeughaus des Deutschen Historischen Museums soll für den Standort Foyer Unter den Linden (Eingangshalle) sowie – fakultativ – für die optionalen Standorte Zeughaushof und Besuchereingang Ost entsprechend des räumlichen Kontexts eine Skulptur, Plastik, Installation, Wand- und / oder Bodenarbeit entwickelt werden, abhängig vom künstlerischen Konzept.

Die Kunst-am-Bau-Arbeit soll durch hervorragende künstlerische Qualität und Aussagekraft beeindrucken und dabei dem Anspruch des besonderen Ortes angemessen sein. Erwünscht ist ein inhaltliches und gegebenenfalls auch sichtbares Auseinandersetzen mit dem Deutschen Historischen Museum, seiner Aufgabe und seinen Beständen, und/oder mit der Geschichte des Zeughauses. Dabei soll die zukünftige Kunst am Bau auf das Bauwerk verweisen und kann ihre Inspirationen aus den Inhalten des Gebäudes als Museum sowie aus der wechselhaften Geschichte des Zeughauses beziehen.

Zudem soll sie die die Besucherinnen und Besucher zu Reflexionen, zum Austausch oder zum Verweilen einladen. Dabei behält sich die Ausloberin vor, Entwürfe von mehreren Künstlerinnen bzw. Künstler zu realisieren oder nur den Entwurf von einer Künstlerin bzw. einem Künstler. Gegebenenfalls können mehrere Vorschläge von einer Künstlerin bzw. einem Künstler eingereicht werden, wobei pro Künstlerin bzw. Künstler lediglich ein Bearbeitungshonorargezahlt wird.


Wettbewerbsverfahren:

Der Wettbewerb wird als Einladungswettbewerb ausgelobt. 
Die Ausschreibung erfolgt gemäß den Verbindlichen Vorgaben zu Kunst am Bau (BMWSB 2024) und in Anlehnung an die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013).
Das Verfahren ist bis zum Abschluss anonym.


Realisierungssumme:  500.000 € Brutto

Kunststandort:

  • Foyer Unter den Linden (Eingangshalle) sowie – fakultativ – für die optionalen Standorte Zeughaushof und Besuchereingang Ost 

Ausloberin, Koordination und Durchführung

Eigentümerin, Bauherrin und Ausloberin:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
vertreten durch
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Nutzer:
Deutsches Historisches Museum (DHM)

Verantwortlich für die Durchführung der Baumaßnahme:
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat KB II 2
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin